Ich bin Expertin für die Vereinbarkeit von Beruf und privater Pflegeverantwortung, Systemischer Coach und Buchautorin. Seit über 12 Jahren beschäftige ich mich mit dem Themenbereich Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung. Besonders mit der Frage, wie Menschen auch in herausfordernden Lebensphasen leistungsfähig und resilient bleiben können.
Meine Expertise verbindet fundiertes Wissen mit eigener, langjähriger Praxiserfahrung: Nach einem schweren Unfall meines damaligen Ehemanns organisierte ich über Jahre hinweg unser Leben mit seiner Querschnittlähmung – inklusive Abstimmung mit Behörden, Krankenkassen und komplexen Versorgungsstrukturen. Parallel dazu blieb ich weiterhin beruflich aktiv im Konzernumfeld.
Ich habe mich dabei immer auf das konzentriert, was möglich ist. Ich habe meinen Mann bei seiner internationalen Aktivität in der Deutschen Nationalmannschaft im Rollstuhlcurling unterstützt – bis hin zu den Paralympics 2018 in Südkorea. Er als Spieler und ich als Teammanagerin.
Zusätzlich habe ich meinen krebskranken Vater begleitet und kenne die Herausforderungen, vor denen Mitarbeitende stehen, wenn sie plötzlich Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige übernehmen.
Heute unterstütze ich Unternehmen dabei, genau diese Realität ihrer Mitarbeitenden besser zu verstehen und konstruktiv darauf zu reagieren. In Vorträgen, Workshops und Beratungen vermittle ich praxisnahes Wissen zu Pflege, Kommunikation und emotionaler Entlastung. Mein Ziel ist es, Führungskräfte zu sensibilisieren, Mitarbeitende zu stärken und Ausfälle, Überlastung sowie innere Kündigung zu reduzieren.
Mein Ansatz ist klar: Wer Vereinbarkeit ernst nimmt, sichert langfristig Motivation, Bindung und Leistungsfähigkeit im Unternehmen. Ich zeige, wie das konkret gelingen kann.
In letzter Zeit ist die Antwort darauf nicht mehr so einfach. Du machst dir immer häufiger Sorgen um deine Eltern, und darum, was demnächst alles auf dich zukommt.
Deine Eltern verhalten sich irgendwie merkwürdig. Die täglichen Anrufe am Arbeitsplatz nehmen zu, und bei Besuchen musst du erst mal den ganzen Kühlschrank nach altem Essen durchsuchen. Deine Mutter vergisst immer häufiger, was sie sagen wollte und dein Vater will unbedingt auf der wackligen Leiter noch die Hecke schneiden. Ihr streitet euch wieder mehr als früher und dir gehen die alten Geschichten auf die Nerven.
Du übernimmst das Einkaufen, kümmerst dich um die Arztbesuche, besuchst sie mehrmals in der Woche, rufst täglich an, um an die Tabletten zu erinnern und hast ein ungutes Gefühl dabei, wenn dein Vater immer noch mit dem Auto fährt.
Und deine Geschwister? Die haben immer gute Gründe, warum sie gerade nicht mithelfen können. Oder sie tauchen nur kurz auf und wissen alles besser! Und als Einzelkind hast du ständig ein schlechtes Gewissen und fühlst dich überfordert, weil die ganze Verantwortung bei dir liegt und du alle Entscheidungen allein treffen musst.
Irgendwie bleibt alles an dir hängen, obwohl du auch noch dein eigenes Leben hast: einen Job, einen Partner, Kinder und eigene Hobbies (aber eigentlich ist dafür ist schon lange keine Zeit mehr.)
Und egal, wie das Verhältnis zu deinen Eltern ist, ob du mit deinen Eltern Stress hast oder nicht, ob sie bei dir in der Nähe wohnen oder weit entfernt – du weißt, dass du dich jetzt langsam mal intensiver mit der Situation auseinandersetzen musst.
Bei mir bekommst du:
Die Kommunikation mit meinen Mitmenschen hat mich schon immer fasziniert. Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung und wende diese Erkenntnisse in unterschiedlichen Bereichen an. Ob als Angehörigencoach, als Buchautorin, als sich kümmernde Angehörige oder als Teammanagerin der Deutschen Nationalmannschaft im Rollstuhlcurling.
Kurz nach unserer Hochzeit vor 20 Jahren hatte mein damaliger Ehemann eine Verkehrsunfall und ist seitdem querschnittgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Dadurch wurde unser ganzes Leben von jetzt auf gleich auf den Kopf gestellt. Ich musste lernen, unseren gemeinsamen Alltag neu zu organisieren, mich mit Ämtern, Krankenkassen und Versicherungen herumzuschlagen, Lösungen für eine barrierefreie Wohnung zu entwickeln, mich gleichzeitig um meinen Job zu kümmern und meine Perspektive auf das Leben ganz neu auszurichten.
Und dann war da die emotionale Herausforderung bei der Gestaltung unseres neuen Lebens. Natürlich habe ich mich gefragt, ob ich das schaffe, dieses neue Leben als Frau eines Manns im Rollstuhl – was sollen die Leute sagen, wie sollen sie mich anschauen? Meine wichtigste Lektion aus dieser Zeit – du hast immer eine Wahl, egal wie heftig die Konsequenzen sind. Durch diese Einstellung konnten wir uns beide bewusst und freiwillig füreinander entscheiden – ohne Pflichtgefühl und Mitleid!
Wir haben unser gemeinsames Leben gut gemeistert, waren viel unterwegs, beim Tauchen in Ägypten oder mit Fahrrad und Handbike in Holland. Außerdem waren wir mit der Deutschen Nationalmannschaft im Rollstuhlcurling bei internationalen Turnieren, z.B. in Russland, Norwegen oder Schottland mit dabei. Mein damaliger Mann als Nationalspieler und ich als Teambetreuerin. Unser großes Ziel haben wir 2018 erreicht – die Teilnahme an den Paralympics 2018 in Südkorea.
Was habe ich dabei gelernt?
Sich darauf konzentrieren, was geht. Hilfe annehmen, sich informieren, nicht aufgeben – gut für sich selbst sorgen!
Die Krebsdiagnose meines Vaters traf mich hart und unvorbereitet. Egal, wie sehr ich mich anstrengte, ich würde ihn nicht retten können. Diese Erkenntnis war eine der schmerzhaftesten in meinem Leben. Ich habe all meine Erfahrung mit Ärzten und Behörden aktiviert und versucht, die letzten Monate seines Lebens so angenehm wie möglich zu gestalten. Dabei war es mir wichtig, immer gut informiert zu sein, ihm erklären zu können, was ihn erwartet und vor allem – die gemeinsame Zeit bewusst zu verbringen und die unterschiedlichen Bedürfnisse innerhalb der Familie zu würdigen.
Was habe ich dabei gelernt?
Die Würde wahren, sich darauf konzentrieren, was (noch) geht. Sich in den anderen hineinversetzen, erspüren, was hier und jetzt wirklich wichtig ist…
Meine Erfahrung
Meine Erfahrung als Angehörige mit pflegebedürftigen Eltern möchte ich gerne weitergeben und mit meinem Beispiel Hoffnung machen. Ich möchte dazu beitragen, Verständnis für die Situation zu schaffen und Konflikte zu lösen. Denn ich bin davon überzeugt, dass es immer einen Weg gibt, das Miteinander zwischen dir und deinen Eltern zu verbessern, auch wenn du dazu manchmal zu ungewohnten Mitteln greifen musst.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, trotz aller Aufgaben und Verantwortung gut für sich zu sorgen und sich nicht aufzuopfern. Nur wenn Du es schaffst, regelmäßig aufzutanken, kannst du auch wieder gut für andere da sein.
Und genau diese Erfahrung möchte ich anderen weitergeben. Mit diesem Blog, meinem Online-Programm, meinen Beratungen und Vorträgen. Ich kann da meine Erfahrung als internationale Projektmanagerin und meine Arbeit als Angehörigencoach wunderbar kombinieren. Dabei merke ich immer wieder, wie viel Freude es mir macht, anderen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Ich möchte dazu beitragen, den Blick auf die eigenen Eltern zu verändern und das Miteinander in dieser letzten Lebensphase so entspannt wie möglich zu gestalten. Ich weiß, es ist gar nicht so leicht zuzugeben, dass sogar die eigenen Eltern alt werden und auf einmal nicht mehr so können.
Mir ist es wirklich sehr wichtig, gerade die schweren Themen mit etwas Leichtigkeit zu vermitteln und auch in schwierigen Situationen den Blick auf das Positive zu richten.
Ich kann deine Situation nicht ändern, aber ich kann dir helfen, das Beste daraus zu machen und wieder mehr Lebensfreude in deinen Alltag zu bringen.
Hier zeige ich dir wie.
Ich freue mich schon, von dir zu hören!
PS: Gemeinsam kümmert es sich besser!